Dieses Thema spricht mich doch immer wieder an, und wird somit auch recht früh ergriffen. Die Tiere in und aus meinem Bestand befinden sich mal mehr oder weniger lang in den Terrarien von Checkpoint-Terraristik. Bei der Fülle an Individuen wird sich grundsätzlich keine Pflege wie in einem Privathaushalt gestalten lassen. Eine ausgiebige Kontrolle wie bei meinen Kunden Zuhause ist nahezu unmöglich. Und doch fallen fressunlustige, kränkelnde und schwache Tiere sehr schnell auf. Mit der Errichtung mehrerer Quarantänebecken, können diese Tiere vom übrigen Bestand separiert werden. Erbrütete Kundengelege bekommen mittlerweile eigene Becken. Einer Übertragung von Erregern blutsfremder Tiere auf andere Familien wird damit vorgebeugt. Und, die bei Checkpoint-Terraristik verkauften Tiere stammen alle von einem namhaften Importeur. Dort habe ich bereits als Jugendlicher meine Tiere bezogen. Und dort gibt es mittlerweile einen eigenen Veterinär. Ausfällen wird also auch da vorgebeugt. Die von Privat bezogenen Tiere haben natürlich einen besonderen Stellenwert, und befinden sich meist in einem hervorragenden Zustand. Das soll jetzt keine Lobhudelei sein, sondern resultiert schlichtweg aus der Zeit die sich privat mit diesen Tieren beschäftigt wird. Und trotzdem. Eines haben alle gemeinsam. Die Tiere müssen von A nach B!
Hier zeigen sich die Unterschiede leider oft in umgekehrter Konstellation. Beim Handel geordert, kommen die Reptilien und Amphibien und zwei, ca. 4cm dicken Styropor-Umkartons. Im inneren Karton befindet sich eine Wärmflasche, die die Temperatur auf molligen 25-30°C hält. Diese Art der Verpackung ist nicht ohne Grund mit Pfand belegt. Tiere von mir bei meinen Kunden bestellt, kommen oft auf der Schulter, oder in Faunaboxen. Ohne jegliche Wärmezufuhr, bei teilweise nur 10°C Außentemperatur. Unter dem Strahler entnommen, sagen wir bei ca. 40°C, und dann nach draußen getragen, entsteht innerhalb von zwei Minuten eine Temperaturdifferenz von 30°C. Ein Vergleich von der Zugspitze zu den Bahamas. Menschen oder wüstenbewohnende Echsen schaffen das vielleicht noch, aber die Einwohner der feucht-warmen Regionen haben damit bereits die größten Probleme. Wasseragamen, Basilisken, Boas und gerade Königspythons (Sensibelchen vor dem Herrn), reagieren sofort mit Lungenentzündung oder anderen Erkältungssymptomen. Und das sind bei Weitem nicht alle Erscheinungen! Nicht umsonst hat Checkpoint –Terraristik Styroporkisten ins Programm genommen. Nach Absprache verleihen wir diese auch gegen ein Pfandgeld!
Nun sind die Tiere endlich sicher beim Kunden angelangt.
Im günstigsten Fall befindet sich das Terrarium bereits seit ca. einer Woche im Betrieb. Wenn nicht, wird die im Boden befindliche Feuchtigkeit noch mehrere Tage für eine empfindliche Verdunstungskälte sorgen. Der Tag-Nacht Rhythmus beläuft sich hier im Geschäft auf ca. zehn Stunden. Um ca. 10 Uhr geht die Sonne auf, gegen 20 Uhr eben unter. Öffnungszeiten und Strompreise geben diese Zeiten vor. Zuhause beginnt der Tag meist früher. Schließlich will der Besitzer ja auch etwas von den Tieren haben. Vierzehn Stunden sind absolut zuträglich. Nur die Zeitumstellung fordert etwas Geduld. Wir selbst kennen das ja auch. Bis sich eine gewisse Regelmäßigkeit eingestellt hat, vergehen oft drei bis vier Wochen. Tiere die bei uns regelmäßig gefressen haben, sich gehäutet oder gepaart, benötigen einfach Zeit zur Eingewöhnung. Wasser darf niemals fehlen. Zu Anfang lieber etwas mehr. Dehydration ist ein Punkt für viele Ausfälle. Und mindestens vier Tage, sollte der neue Mitbewohner überhaupt nicht behelligt werden. So vermeidet man Futterverweigerer, sowie desinteressierte und angriffslustige Reptilien. Das Futter sollte zu Beginn aus Leckereien bestehen. Kaum ein Tier aus dem Checkpoint Terraristik, kann sich z.B. Wachsmaden entziehen. Sicherlich nicht günstig, aber leicht zu verdauen und eine Energiebombe. Und sicherlich eine Hilfe, sich in einer neuen Umgebung zu Hause zu fühlen. Ich hoffe, ich habe hier für die Tiere eine Lanze brechen können. Unsere Mitbewohner sind meist wechselwarm. Und haben ein anderes Temperaturempfinden wie wir.
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An der gewünschten Stelle wird das Winkelstück auf das Rohr gesteckt und sauber mit Spachtelmasse in die Rückwand eingearbeitet.
Um das Auge zu täuschen und es so aussehen zu lassen als würde das Wasser später aus einer natürlichen Spalte aus dem Felsen sprudeln kleben wir noch ein Stückchen Styrodur vor unseren Wasserfall Ausgang. Zusätzlich dient dies auch noch der Sicherheit der Tiere. Je nach dem was für eine Art in dem Terrarium gehalten werden soll könnten sich die Kleinen da wohlmöglich drin einklemmen.
Jetzt werden Schichten aus STyrodur an der Rückseite befestigt. Dabei immer darauf achten das das Wasser ablaufen kann und keine ungewollten Miniteiche entstehen lässt.
Eine kleine Höhle kann später recht nett aussehen wenn sie halbwegs unter einem Wasservorhang verdeckt wird.
Schön runter bis zum Boden modellieren. Nur nicht schlampig werden. Wenn hinterher alles eingerichtet und angemalt ist lassen sich unsauberes Arbeiten nur sehr schwer kaschieren.
Ein kleines Planschbecken muss natürlich sein. Hier ist sozusagen das Ende der Strecke die das Wasser unseres Wasserfalls hinter sich bringen muss.
Ein paar Stützpfeiler helfen die Konstruktion zu stabilisieren und geben der Rückwand hinterher ein noch authentischeres Aussehen.
Noch ein kleines Becken.
Hier noch eine Detailansicht wie die Rückwand mit Styrodur gestaltet wurde.
Anschliessend, nach dem Trocknen, von oben anfangen die Spachtelmasse aufzutragen.
Alles schön einmatschen und keine Stelle vergessen.
Dann ein erster Testlauf um zu sehen ob das Wasser auch wirklich da langläuft wir wir uns das vorgestellt haben.



